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Auf meinem Schreibtisch liegt seit Tagen ein Zettel: Stromanbieter wechseln. Die letzte Stromabrechnung war deutlich höher. Wir mussten das erste Mal nachzahlen. Zugegeben: Wir haben mit dem Verbrauch herumgeaast. Jeder im Haus hat mittlerweile einen eigenen Computer und einen eigenen Fernseher. Mein Männe hat den alten Rasenmäher entsorgt und mäht jetzt elektrisch. Nicht nur das: Er muss auch unbedingt einen Laubbläser haben. Bloß nicht überarbeiten!

Manchmal belächeln wir unsere beiden Nachbarinnen, die hölzerne Rührquirls benutzen und die Hecke per Hand schneiden. Ihr einziger Luxus ist eine elektrische Getreidemühle. Aber die Stromrechnung ist als Ergebnis ihrer Taktik nur halb so hoch wie unsere. Das gibt mir doch zu denken! Wohin sind eigentlich unsere umweltbewussten und grünen Gedanken entschwunden? Mein Sohn meutert, wenn ich ihm sage, er soll den Computer nicht den ganzen Tag laufen lassen. Ist es klug, den Stromanbieter zu wechseln und weiterhin so mit dem Stromverbrauch herumzuaasen? Irgendwie kann das nicht richtig sein. Aber es sieht ziemlich leicht aus... Wir fallen gerne auf solche Selbsttäuschungen herein. Vielleicht machen sie genau damit ihre Geschäfte, wer weiß!


Zurück zum Thema Stromanbieter wechseln. Da draußen scheint es zahllose Stromanbieter zu geben, die völlig unterschiedliche Konditionen haben. Im Internet finden sich Ökostrom-Anbieter und Stromrechner, verschiedene Stromtarifvergleiche und alles Mögliche. In der Zeitung wird für die Energiesparlampe geworben - aber zugleich werfen sie immer mehr Elektrogeräte auf den Markt, die den Stromverbrauch in die Höhe treiben. Viele davon sind völlig überflüssig. Unter dem Weihnachtsbaum liegen Brotmaschinen und Eierkocher, elektrische Milchaufschäumer und Waffeleisen, Elektrogrills, Dörrgeräte und Elektrosägen für die Männer. Statt den Stromanbieter zu wechseln, sollten wir lieber anerkennen, dass wir unseren Verbrauch herunterfahren müssen. Man kann doch nicht gegen Atomkraft sein und gleichzeitig ein Elektrogerät nach dem anderen anschaffen!

Ach ja - Monolog einer Hausfrau, deren Inkonsequenz dem Zeitgeist entspricht! Der Blick auf den Stromtarifrechner ergibt, dass man anderswo scheinbar viel sparen kann - aber irgendwie bleibt ein ungutes Gefühl. Wir tun ständig so, als gehe uns das Klima nichts an und als seien alle Ressourcen in beliebiger Menge vorhanden. Aber das ist ein Irrtum! Und überhaupt: 20% der Bevölkerung auf Erden verbrauchen 80% der Ressourcen. Vielleicht sollten wir nicht den Stromanbieter wechseln, sondern unsere Einstellung zum Leben. Der Knackpunkt an der Geschichte ist nur: Wir sind längst zu bequem dazu! Sage ich meiner Familie, sie soll Strom sparen statt den Stromanbieter zu wechseln, sehen die mich an, als sei ich plötzlich wahnsinnig geworden!

 

Stromanbieter in Deutschland

Strompreisvergleich

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